Was kostet ein Sicherheitsdienst? Preise, Modelle & Spartipps (2026)

Was kostet ein Sicherheitsdienst? Preise, Modelle & Spartipps | Kulig Security
Sicherheitsmitarbeiter bei nächtlichem Kontrollgang
Kosten & Preise

Was kostet ein Sicherheitsdienst? Preise, Modelle und wie Sie sparen

22 bis 50 Euro pro Stunde, je nach Leistung. Wie Objektgruppen Ihre Kosten halbieren.

Sie denken über einen Sicherheitsdienst nach, aber die Kosten sind unklar? Das geht vielen Unternehmern so. Anders als bei einem Handwerker gibt es keinen Stundensatz, den Sie einfach bei Google nachschlagen und dann beauftragen. Die Preisspanne reicht von 22 bis über 80 Euro pro Stunde, je nachdem, was genau Sie brauchen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Faktoren den Preis bestimmen, wo die Branche 2026 steht und wie Sie mit dem richtigen Modell bis zu 50 Prozent sparen.

Kurz zusammengefasst: Ein Sicherheitsdienst kostet 2026 zwischen 22 und 50 Euro pro Stunde. Der größte Kostenhebel ist das Bewachungsmodell: Mit einer Objektgruppe teilen sich mehrere Unternehmen eine Streife und halbieren die Kosten ab dem zweiten Teilnehmer.

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?

Die Stundensätze für Sicherheitsdienste in Deutschland liegen 2026 zwischen 22 und 80 Euro pro Sicherheitskraft (Trustlocal, 2026). Einfacher Objektschutz beginnt bei 22 bis 35 Euro, qualifizierter Werkschutz mit IHK-geprüften Fachkräften kostet 30 bis 50 Euro. Die Spanne ist groß. Aber sie hat Gründe.

Warum der Unterschied? Ein Sicherheitsmitarbeiter im einfachen Objektschutz überwacht Zugänge und geht Kontrollgänge. Ein Werkschutz-Spezialist kennt dagegen Ihre Produktionsabläufe, ist für Brandwachen qualifiziert und fungiert als Ansprechpartner für Rettungskräfte. Mehr Qualifikation bedeutet mehr Sicherheit. Und höhere Kosten.

Stundensätze nach Leistungsart (2026) Objektschutz 22–35 € Werkschutz 30–50 € Empfangsdienst 25–40 € Brandwache 25–55 € Veranstaltung 30–60 € Hochsicherheit 45–80 € Min-Satz Max-Satz Quelle: Trustlocal Branchendaten, BDSW Tarifübersicht 2026

Welche Faktoren bestimmen den Preis?

Der Tarifvertrag für das Sicherheitsgewerbe in Bayern sieht 2026 einen Grundlohn von 14,43 Euro pro Stunde vor (GIT-Sicherheit, 2025). Das ist der reine Personalaufwand. Auf den Endpreis für Sie als Auftraggeber kommen weitere Faktoren oben drauf.

Fünf Faktoren treiben die Kosten:

  • Qualifikation: Eine IHK-Sachkundeprüfung (§34a GewO) ist Pflicht. Fachkräfte für Schutz und Sicherheit mit dreijähriger Ausbildung verdienen bis zu 22,28 Euro pro Stunde, allein an Lohn (Coredinate, 2026).
  • Einsatzzeiten: Nachtzuschläge liegen bei 15–25 Prozent, Wochenend- und Feiertagszuschläge bei 25–50 Prozent.
  • Bewachungsmodell: Separatbewachung (eine Kraft exklusiv für Sie) kostet mehr als Streifenbewachung (geteilte Bewachung).
  • Region: Großstadtzuschläge in München oder Frankfurt betragen 25–35 Prozent gegenüber ländlichen Gebieten.
  • Vertragslaufzeit: Langfristige Verträge senken den Stundensatz, kurzfristige Einsätze kosten 25–100 Prozent Aufschlag.
Geschäftsführer und Sicherheitsberater besprechen Sicherheitskonzept im Büro

Separatbewachung oder Streifenbewachung: Was rechnet sich?

Die Wahl des Bewachungsmodells ist der größte Kostenhebel. Separatbewachung bedeutet: Eine Sicherheitskraft arbeitet exklusiv für Ihr Unternehmen. Sie kennt jeden Winkel, jede Maschine, jeden Ablauf. Dafür tragen Sie die vollen Personalkosten allein.

Streifenbewachung funktioniert anders. Mehrere Unternehmen in einer Region bilden eine Objektgruppe. Ein Sicherheitsmitarbeiter fährt nachts alle Standorte ab, führt Kontrollgänge durch, prüft Verschluss und reagiert auf Alarme. Die Kosten werden geteilt.

Bei Kulig Security nutzen wir das Objektgruppen-Modell seit über 20 Jahren. Das Prinzip ist einfach: Je mehr Unternehmen mitmachen, desto weniger zahlt jedes einzelne. Bei gleichbleibender Qualität.

Kostenverteilung: Objektgruppen-Modell 100% 1 Unternehmen 50% 2 Unternehmen 33% 3 Unternehmen Ihr Kostenanteil sinkt mit jedem weiteren Teilnehmer Quelle: Kulig Security Objektgruppen-Kalkulation

Welches Modell passt zu Ihnen? Als Faustregel: Wenn Ihr Betrieb rund um die Uhr besetzt sein muss, etwa bei laufender Produktion oder hohem Warenwert, ist Separatbewachung die richtige Wahl. Wenn Sie vor allem nachts und am Wochenende Schutz brauchen, reicht eine Streifenbewachung oft aus und spart erheblich.

Warum der Preis allein die falsche Frage ist

Ein ungeplanter Produktionsausfall kostet mittelständische Unternehmen zwischen 4.000 und 10.000 Euro pro Stunde (Senseye/Adtance, 2025). In der Automobilindustrie erreichen die Kosten 1,85 Millionen Euro pro Stunde Stillstand (produktion.de). Das relativiert selbst einen hochwertigen Werkschutz für 40 Euro die Stunde.

Rechnen Sie es durch: Eine Streifenbewachung mit zwei Kontrollgängen pro Nacht kostet je nach Objektgruppe einige hundert Euro im Monat. Ein einziger Brand, ein einziger Einbruch mit Maschinendiebstahl, ein einziger Vandalismus-Vorfall kann Ihr Unternehmen Wochen zurückwerfen. Nicht nur finanziell, sondern auch bei Lieferterminen, Kundenvertrauen und Versicherungseinstufung.

Dunkle Fabrikhalle bei Nacht mit stillstehenden Maschinen und Notbeleuchtung

Die Rechnung, die viele vergessen

Was viele Unternehmer bei der Kosten-Nutzen-Analyse übersehen: Versicherer belohnen professionelle Bewachung. Unternehmen mit einem nachgewiesenen Sicherheitskonzept erhalten Rabatte auf ihre Betriebsversicherung von 5 bis 15 Prozent (SOScom, 2026). Bei Jahresprämien von mehreren tausend Euro ist das ein spürbarer Betrag, der die Bewachungskosten weiter reduziert.

Was Sie bei Angeboten vergleichen sollten

Sie haben drei Angebote auf dem Tisch. Alle nennen einen Stundensatz. Aber vergleichbar sind sie nur, wenn Sie auf die Details achten. Denn ein niedriger Stundensatz kann am Ende teurer sein als ein höherer.

Prüfen Sie diese Punkte:

  • Qualifikation des Personals: Sind die Mitarbeiter §34a-geprüft? Haben sie eine Sachkundeprüfung oder nur eine Unterrichtung? Der Unterschied ist erheblich, in der Qualität und im Preis.
  • Tariftreue: Zahlt der Anbieter den Branchentarif? In Bayern liegt der Mindestlohn bei 14,43 Euro (BDSW Tarifvertrag 2026). Wer deutlich darunter anbietet, spart am Personal. Und das merken Sie.
  • Verbindliche Dienstanweisung: Gibt es ein schriftliches Dokument, das genau festlegt, was der Sicherheitsdienst tut? Kontrollgänge, Verschlusskontrollen, Alarmreaktionen, alles schwarz auf weiß?
  • Zusatzkosten: Anfahrt (0,30–0,50 Euro pro Kilometer), Nachtzuschläge, Feiertage, Mehrwertsteuer. Ist alles im Angebot enthalten?
  • Reaktionszeit: Was passiert bei einem Alarm? Wie schnell ist jemand vor Ort?

Wir beraten jedes Unternehmen vor Ort, bevor wir ein Angebot abgeben. Das kostet uns Zeit, spart Ihnen aber Geld. Weil wir nur das anbieten, was Sie wirklich brauchen.

Was die Branche 2026 kostet

Die deutsche Sicherheitsbranche hat 2025 einen Umsatz von rund 14,75 Milliarden Euro erzielt (BDSW, 2025). Die Lünendonk-Studie prognostiziert ein Wachstum von 7,5 Prozent für 2026 (Lünendonk, 2025). Das hat zwei Gründe: steigende Tariflöhne und wachsende Nachfrage.

Der Tarifvertrag 2025/2026 in Bayern hat die Löhne in zwei Schritten um insgesamt 7,2 Prozent angehoben (GIT-Sicherheit, 2025). Diese Kostensteigerung geben seriöse Anbieter weiter. Wer dagegen seinen Preis nicht erhöht, kürzt anderswo. Meistens bei der Personalqualität.

Wachstumsprognose Sicherheitsbranche 7,1% 2025 7,5% 2026 8,5% 2027–29 (Durchschnitt) Quelle: Lünendonk-Studie Sicherheitsdienstleistungen 2025

Drei konkrete Rechenbeispiele

Damit Sie ein Gefühl für die tatsächlichen Kosten bekommen, hier drei typische Szenarien aus unserer Praxis:

Szenario 1: Streifenbewachung für ein mittelständisches Unternehmen

Ein Fertigungsbetrieb in Mittelfranken mit 80 Mitarbeitern. Drei Kontrollgänge pro Nacht, Verschlusskontrollen, Aufschaltung der Alarmanlage auf die Streife. Teil einer Objektgruppe mit zwei weiteren Unternehmen. Monatliche Kosten: ca. 400–700 Euro (je nach Umfang).

Szenario 2: Separatbewachung eines Industriestandorts

Ein Produktionsstandort mit Schichtbetrieb, 200 Mitarbeiter. Ein Werkschutz-Mitarbeiter exklusiv vor Ort, Nachtschicht 18–6 Uhr, Montag bis Freitag. Pfortendienst, Kontrollgänge, Brandwache. Monatliche Kosten: ca. 8.000–12.000 Euro.

Szenario 3: Kombination aus beidem

Ein Logistikzentrum, das unter der Woche Separatbewachung braucht und am Wochenende auf Streifenbewachung umstellt. Die Kosten liegen zwischen den beiden Modellen und sind oft die wirtschaftlichste Lösung.

Für Ihr Unternehmen können die Zahlen anders aussehen. Nutzen Sie unseren Kostenrechner, um eine erste Einschätzung zu erhalten.

Häufige Fragen zu Sicherheitsdienst Kosten

Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?

Die Kosten liegen 2026 zwischen 22 und 50 Euro pro Stunde und Sicherheitskraft. Einfacher Objektschutz beginnt bei 22–35 Euro, qualifizierter Werkschutz liegt bei 30–50 Euro. Nachtzuschläge erhöhen den Stundensatz um 15–25 Prozent.

Wie kann ich die Kosten für einen Sicherheitsdienst senken?

Der effektivste Weg ist das Objektgruppen-Modell: Mehrere Unternehmen teilen sich eine Streife. Ab dem zweiten Teilnehmer halbieren sich die Kosten. Zusätzlich gewähren Versicherer Rabatte von 5 bis 15 Prozent bei professioneller Bewachung.

Was ist der Unterschied zwischen Separatbewachung und Streifenbewachung?

Separatbewachung bedeutet: Eine Sicherheitskraft exklusiv für Ihr Unternehmen. Streifenbewachung: Mehrere Unternehmen teilen sich die Bewachung in einer Objektgruppe. Separatbewachung bietet mehr Präsenz, Streifenbewachung ist deutlich kostengünstiger.

Lohnt sich ein Sicherheitsdienst für kleine Unternehmen?

Gerade für kleine Unternehmen kann eine Streifenbewachung ab wenigen hundert Euro pro Monat existenzsichernd sein. Ein ungeplanter Produktionsausfall kostet laut Senseye im Mittelstand 4.000 bis 10.000 Euro pro Stunde — ein Vielfaches der Bewachungskosten.

Welche versteckten Kosten gibt es bei Sicherheitsdiensten?

Seriöse Anbieter kalkulieren transparent. Achten Sie auf: Anfahrtskosten (0,30–0,50 Euro pro Kilometer), Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit (15–50 Prozent) und die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Fragen Sie immer nach einem Komplettangebot.

Fazit: Sicherheit ist eine Investition, keine Ausgabe

Was kostet ein Sicherheitsdienst? Zwischen 22 und 50 Euro pro Stunde, je nach Leistung, Qualifikation und Modell. Die eigentliche Frage ist eine andere: Was kostet es Sie, keinen zu haben?

  • Ein Produktionsausfall kostet im Mittelstand 4.000–10.000 Euro pro Stunde
  • Eine Streifenbewachung in der Objektgruppe gibt es ab wenigen hundert Euro im Monat
  • Versicherer belohnen professionelle Bewachung mit Rabatten von 5–15 Prozent

Wenn Sie wissen möchten, was ein Sicherheitskonzept für Ihr Unternehmen konkret kosten würde, nutzen Sie unseren Kostenrechner für eine erste Einschätzung. Oder rufen Sie uns direkt an. Die Beratung kostet nichts. Aber sie kann Ihnen viel ersparen.

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